Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Anwalt Arbeitsrecht: KündigungAnwaltskanzlei Wittibschlager, Rechtsanwaltskanzlei in Zürich

Anwalt Arbeitsvertrag - Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Bei der ordentlichen Kündigung muss man zwischen der Kündigung eines befristeten und unbefristeten Arbeitsverhältnisses unterscheiden. Gemäss Art. 334 OR und Art. 335 OR endigt ein befristeter Arbeitsvertrag ohne Kündigung mit Ablauf der vorher vereinbarten Vertragszeit. Die Kündigungsfristen im Arbeitsvertrag sind im OR geregelt und hängen von der Dauer des Arbeitsverhältnisses ab. Für Arbeitgeber und Arbeitnehmer gelten die gleichen Kündigungsfristen.

 

Kündigungsfristen (gesetzliche)

Im Art. 335c OR sind die folgenden Kündigungsfristen geregelt:

1. Monat nach Ablauf der Probezeit im 1. Dienstjahr; 

2. Monate im 2. bis und mit dem 9. Dienstjahr;

3. Monate ab dem 10. Dienstjahr jeweils für das Ende des Monats.

 Grundsätzlich darf von diesen gesetzlichen Kündigungsfristen im Arbeitsvertrag oder GAV eine Abweichung schriftlich vereinbart werden. Grundsätzlich wird die Kündigung zum Monatsende ausgesprochen, wobei auch dies vertraglich geändert werden kann. Erhält ein Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber eine Kündigung während des ersten Arbeitsjahres zugestellt, ist noch die einmonatige Kündigungsfrist anwendbar, auch wenn die Kündigungsfrist erst im zweiten Arbeitsjahr endet.

 

Kündigungsfrist und Probezeit

Grundsätzlich darf während der Probezeit mit einer Kündigungsfrist von sieben Kalendertagen gekündigt werden. Die Kündigung muss noch während der Probezeit (ein - drei Monate) der anderen Partei zugestellt werden, wohingegen der Ablauf der Kündigungsfrist auch auf ein Datum nach Ablauf der Probezeit fallen kann. Die spezielle Beendigungsfrist während der Probezeit kann ebenfalls durch schriftliche Abrede verkürzt, wegbedungen oder verlängert werden.

 

Sperrfristen bei Krankheit 

Unter der Sperrfrist ist laut Gesetz ein Zeitraum zu verstehen, während dessen der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber nicht gekündigt werden kann. Eine Kündigung, die vom Arbeitgeber während einer Sperrfrist ausgesprochen wird, ist nichtig. Diese Arbeitsverhinderung (Unfall, Krankheit) muss jedoch ohne Verschulden seitens des Arbeitnehmers eingetreten sein. Während der Probezeit gilt dieser zeitliche Kündigungsschutz jedoch nicht. Auch nicht, wenn der Arbeitnehmer selber gekündigt hat. Wird dem Arbeitnehmer während einer Sperrfrist die Kündigung zugestellt, ist diese Kündigung nichtig und das Arbeitsverhältnis wird nicht unterbrochen. Der Arbeitgeber muss mithin dem Arbeitnehmer, sobald dieser gesund an seinen Arbeitsplatz zurückkehrt, erneut kündigen um das Arbeitsverhältnis rechtswirksam aufzulösen.

 

Der Kündigungsschutz

 

Kündigungsschutz während der Schwangerschaft

  • in der Schwangerschaft bis zu 16 Wochen nach der Geburt des Kindes;

Kündigungsschutz im Militär

  • während dem obligatorischen Militärdienst, Zivilschutz oder Zivildienst, sowie
  • falls dieser Dienst mehr als 11 Tage dauert
  • vier Wochen vorher und nachher. 

Kündigungsschutz bei der Hilfsaktion

  • während der Arbeitnehmer mit Zustimmung des Arbeitgebers an einer von der zuständigen Bundesbehörde angeordneten Dienstleistung für eine Hilfsaktion im Ausland teilnimmt.

Fristlose Entlassung

Der Arbeitgeber darf einen Arbeitnehmer aus wichtigen Gründen und wenn die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses unzumutbar ist, fristlos entlassen:

 

Gründe für eine fristlose Entlassung:

  • Unredlichkeiten (Diebstahl, Betrug, ..)
  • Verweigerung zu leistender Arbeit
  • Konkurrenzierung des Arbeitgebers
  • Unredliches Verhalten gegenüber Kundschaft
  • Tätlichkeiten gegenüber dem Arbeitgeber
Fristlose Entlassung - Nur nach Verwarnung:
  • Verspätet zur Arbeit
  • „Blau“ machen
  • Unbefugtes Verlassen des Arbeitsplatzes
  • Angetrunkenheit